• Gegründet wurde die Pfadi Morgarten im Sommer 1941 mitten im zweiten Weltkrieg. In dieser Zeit zeigten sich die Menschen sehr heimatbewusst, war man doch umgeben von fremden Kriegsmächten. Morgarten, wo anno 1315 die junge Eidgenossenschaft die Feuertaufe erhielt, wurde als der richtige Name für die junge Pfadfinderabteilung befunden. Der erste Abteilungsleiter hiess Josef Häusler mit Pfadiname «Stock».
  • Die Farben der Krawatte blau und rot, senkrecht unterteilt, symbolisieren den Ägerisee (blau) und das Blut der Schlacht am Morgarten (rot).
Lager1941
  • In den ersten Jahren gab es zwei Fähnli (Gruppen): Hirsch und Panther. Die Pfadiübungen wurden jeweils am Sonntag-Nachmittag durchgeführt, weil der Samstag-Vormittag noch Schul- und Arbeitstag war.
  • 1946 fand das erste Pfadilager auf dem Gottschalkenberg statt. In kalten Nächten musste eine Wolldecke warm geben, denn einen Schlafsack besassen die meisten noch nicht!
  • In den kommenden Jahren entwickelte sich die Abteilung stetig sodass1963 sie neu strukturiert und die beiden Stämme Rusen und Rämsel gegründet wurden. Auch eine Wolfsstufe (jüngste Pfader) wurde in diesem Jahr ins Leben gerufen.
  • Die Gründung der Meitlipfadi als selbständige Organisation geht auf das Jahr 1973 zurück. Erst 1992 verschmolz die Meitlipfadi mit der Pfadfinder- Abteilung Morgarten.
  • In den folgenden Jahren wuchs die Abteilung Morgarten weiterhin kräftig. 1978 entstand in Oberägeri die Wolfmeute Mazaguera und wenig später spross daraus der Stamm St. Jost.
  • Der erste Pfadi Flohmarkt in der heutigen Form fand 1979 statt. Die Idee dafür entstand, weil die Jugendorganisation dringend ein eigenes «Heim» für Ihre Aktivitäten und Material brauchte. Der Flohmarkt diente damals bis heute der Finanzierung für das Pfadiheim und die Jahresaktivitäten. Dank dem grossen Einsatz von Pfaderinnen und Pfadfindern, Eltern und vielen HelferInnen ist der Pfadiflohmarkt heute ein fester Bestandteil der Dorfkultur von Unterägeri.
  • 1980 wurde die Pfadiabteilung Morgarten auf ein neues Fundament gestellt, sprich ein Verein gegründet. Zu dieser Zeit zählte die Pfadfinderabteilung rund 150 Aktive in der Mädchen- und Bubenabteilung sowie zahlreiche Leiterinnen und Leiter.
  • Auf Wunsch vieler ehemaliger Pfadinnen und Pfadfinder entstand 1981 die Alt-Pfadfinder-Vereinigung (APV), welche dank einem abwechslungsreichen Jahresprogramm regelmässige Kontakte unter Ehemaligen pflegt.
  • 1986 verwirklichte sich der Traum vom eigenen Pfadiheim und die Gebäude im Schönenbühl Unterägeri konnten bezogen werden. In einem selbstgemachten Zirkuszelt empfingen die Pfaderinnen und Pfader das ganze Dorf zu der Eröffnungsfeier.
  • 1991: 50 Jahre Pfadi Morgarten wird mit einem mehrtägigen Fest im Sibristboden gefeiert. Zu diesem Jubiläum wurde ein Buch mit vielen Informationen zu den ersten 50 Jahren veröffentlicht.
  • 1997 entstand für die Kleinsten (4-7 Jahre) eine eigene Stufe. Am Anfang hiessen diese Füchsli und wurden 2010 in Biber umbenannt.
  • 2001 kam der Stamm Laui mit Pfadfindern in Sattel dazu. Die Pfadi Morgarten ist jetzt in zwei Kantonen verankert! Trotz immer grösserer Konkurrenz im Freizeitangebot von Kindern und Jugendlichen behauptet sich der Pfadi-Spirit im Ägerital und Sattel dank engagierten jugendlichen Leiterinnen und Leitern gut.
  • Im Jahr 2016 feiert die Pfadi Morgarten ihr 75 jähriges Bestehen mit einem Fest für Ehemalige, Freunde und die ganze Bevölkerung des Ägeritals und Sattel.